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Auszeichnungen

Im Zentrum des Festivals steht ein ausgewähltes Filmprogramm. Wir würdigen diese Arbeiten und zeichnen Filmemacher:innen für ihren Mut aus, eigene Wege zu beschreiten. 


Die Peter-Liechti-Wandertrophäe wird von einer Jury vergeben, ein weiterer Preis wird vom Glückslos bestimmt. Das Bildrausch-Festival will so die Gewohnheiten der Preisverleihung aufbrechen. Denn, wer gewinnt und wer verliert ist oft eine Frage von Geschmack – und letztlich von Zufall. Objektive Kriterien gibt es nur wenige. Darum hinterfragen wir mit humorvollem Zwinkern die Macht des Zufalls.

 

Nicht der Wettbewerb soll im Fokus stehen, sondern die Auseinandersetzung mit den Filmen. Daher würdigt Bildrausch jeden der ausserordentliche Filme im Programm mit einer eigenen Laudatio. Diese nutzen wir als Anlass für Gespräche: Wir laden internationale und heimische Gäste ein, die sich zu zweit und vor Publikum über je einen Film austauschen. Ihre Gedanken fliessen in eine schriftliche Laudatio ein, die sie anschliessend an die Filmemacher:innen übergeben. 

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Norika Sefa gewann den Peter-Liechti-Preis im Jahr 2021. Foto: Piotr Zumala

Der Peter-Liechti-Preis erinnert an den Schweizer Filmemacher und Autor Peter Liechti (1951–2014). Er ehrt ein Werk, das sich durch besonderen narrativen oder visuellen Mut auszeichnet – einen Film, der – wie Liechti es ausdrückte – «aufs Ganze geht». Er folgte seiner Überzeugung: «Dass man sich mit dem Film auf die Äste hinauswagt, ganz weit hinaus in einen Bereich, wo es tatsächlich ungemütlich werden könnte». Peter Liechti jurierte 2011 den internationalen Wettbewerb des ersten Bildrausch – Filmfest Basel.


Die Wandertrophaë wird von der Gewinner:in des Vorjahres und einer Co-Juror:in vergeben. Er geht jedes Jahr an eine Filmemacher:in aus dem internationalen Programm. Der jeweiligen Gewinner:in gehört die Trophäe für ein Jahr. Sie/er wird im Folgejahr eingeladen, die Trophäe an eine von ihr auserwählte Filmemacher:in des internationalen Programms weiterzugeben.


Der mit CHF 5’000 dotierte Peter-Liechti-Preis wird von der Basler Firma Tweaklab und von Reck Filmproduktion Zürich gestiftet. Die Wandertrophaë in Form einer liegenden Acht wurde von Luzia Vogt gestaltet. 

DER GLÜCKSPREIS

Foto: Piotr Zumala 

Würdigungen setzen Glanzlichter. Würdigungen unterstützen Filmemacher:innen. Doch bei diesem Preis redet keine Jury mit. Der Bildrausch-Glückspreis bestimmt den oder die Gewinner:in von CHF 5’000. Da alle Filme in unserem Programm es verdienen, Gewinner zu sein, bestimmt hier der Zufall. Ein etwas anderer Zugang. Auch ein Experiment und eine Einladung, die eigenen Gewohnheiten in Frage zu stellen. 

kurzfilm-preis

Foto: Piotr Zumala

Eine dreiköpfige Jury wählt eine Gewinner:in aus dem Kurzfilmprogramm. Ein Geldpreis von CHF 1’000 geht an eine Filmemacher:in.

Ehrenpreis für

visionäres Filmschaffen

Der amerikanische Filmemacher und Autor Paul Schrader nahm den ersten Ehrenpreis 2018 persönlich entgegen. 

Der Ehrenpreis für visionäres Filmschaffen geht in unregelmässigen Abständen an Persönlichkeiten des internationalen Kinos, die sich auf besondere Weise für den Autor:innenfilm und die Filmkunst verdient gemacht haben. Erster Preisträger war der amerikanische Filmemacher und Autor Paul Schrader, der den Goldring 2018 persönlich entgegennahm. 2021 wurde der deutsche Regisseur und Autor Dominik Graf ausgezeichnet.

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© Bill Morrison