Palmarès

Bildrausch-Ring

der Filmkunst 2021

Alexandre Rockwell

SWEET THING
USA 2020

Preisträger*in
Filmbild*in

Jurybegründung

Der Film, dem wir im diesjährigen internationalen Wettbewerb Cutting Edge den Hauptpreis verleihen, schafft einen sinnlichen und emotionalen Rausch der Bilder, enthält er doch Szenen voll euphorischer Energie. Der Film kombiniert die grundlegenden Fertigkeiten des Filmhandwerks – Fotografie und Schnitt – mit einem grossartigen Schauspielensemble und stellt sich ganz in den Dienst von echtem Humanismus und Empathie. Besonders hervorzuheben ist dabei die Arbeit von Cutter Alan Wu und Kameramann Lasse Ulvedal Tolbøll, der mit einer Handkamera arbeitet, die weniger frei als vielmehr entfesselt ist – die daraus resultierenden Schwarz-Weiss-Bilder sind voller Bedacht mit leuchtenden Farbeinlagen versetzt. Während einer 91-minütigen Achterbahnfahrt verwandeln wir uns in die Augen und Ohren der Hauptfiguren dieser überraschenden und originellen Erzählung. Sie konzentriert sich ganz auf die Jugend und spielt vor einem fein beobachteten sozioökonomischen Hintergrund, durchdringend und spezifisch, aber auch ganz universell. Dank dem Können dieses Autors, Regisseurs und seinem gesamten Team fügt sich der Film in eine Kinotradition ein, die politische Realitäten durch das Prisma der individuellen Erfahrung sichtbar macht. Es ist ein Film, der genau wie Billie Holiday auf berührende Weise den Blues singt.

Peter-Liechti-Preis 2021

Norika Sefa

NË KËRKIM TË VENERËS (LOOKING FOR VENERA)
Kosovo 2021

Preisträger*in
Filmbild*in

Jurybegründung

Kurz vor seinem Tod 2014 sagte Peter Liechti in einem Interview: «Wir alle haben Eltern. Wir alle haben mit Eltern Probleme, die oft mit Wertkonflikten zu tun haben, mit sich wandelnden Werten». Der Film, den wir dieses Jahr mit dem Preis auszeichnen, der Peter Liechtis Namen trägt – eine Auszeichnung, die Wagemut, Risiko und eine eigenständige filmische Haltung fördern will – illustriert diese Feststellung aufs Beste. Er nimmt uns ebenso gefangen wie seine Hauptfigur. Wir tauchen in eine Gesellschaft ein, die mit den Verwerfungen eines Krieges und der De-Industrialisierung ringt, wo junge Menschen sich gegen unterdrückende, erstickende Zwänge von Traditionalismus und Patriarchat auflehnen. Der Film weiss das Persönliche und das Politische kraftvoll zu verbinden und siedelt seine Erzählung in einer sehr körperlichen Umgebung an, geprägt von Sinnlichkeit und Gewalt. Die Intimität der Kernfamilie – ebenso tröstend wie einengend – wird mit der atemberaubenden Unmittelbarkeit einer gelebten Erfahrung evoziert.

Bildrausch-Ring

der Filmkunst 2019

Angela Schanelec

ICH WAR ZUHAUSE, ABER
DEUTSCHLAND, SERBIEN 2019

Preisträger*in
Filmbild*in

Jurybegründung

Wir möchten einen Reigen aus Traurigkeit und Schönheit ehren, der von bezaubernden Ellipsen geformt ist und mit einer formalen Strenge aufwartet, die sowohl eine emotionale wie eine humorvolle Einbeziehung eröffnet. Wir freuen uns den Bildrausch Ring der Filmkunst an Ich war zuhause, aber von Angela Schanalec zu vergeben.

Peter-Liechti-Preis 2019

Aya Koretzky

A VOLTA AO MUNDO QUANDO TINHAS 30 ANOS
PORTUGAL 2018

Preisträger*in
Filmbild*in

Jurybegründung

Wir als die Jury freuen uns, dass das Bildrausch–Filmfest Basel sich entschieden hat, in Andenken an den großen Schweizer Filmemacher Peter Liechti einen neuen Preis ins Leben zu rufen. Einen Preis für einen Film, der sich durch besonderen narrativen oder visuellen Mut auszeichnet. Wir möchten diese Auszeichnung einer jungen Filmemacherin verleihen, die mit der Poesie von Zeit und generationsbedingter Erinnerung arbeitet, und der es gelingt, vor der Sentimentalität die Handbremse zu ziehen, um stattdessen hinter der nächsten Ecke in einen Bedeutungsraum einzubiegen, wie RaMell (Ross) überausführlich erklärte ... Wir möchten mit dem ersten Peter-Liechti-Preis den Film A volta ao mundo quando tinhas 30 anos von Aya Koretzky auszeichnen.

Bildrausch-Ring

der Filmkunst 2018

Lucrecia Martel

ZAMA
ARG, SP, NE, FR 2017

Preisträger*in
Filmbild*in

 

ex aequo mit

Lav Diaz

SEASON OF THE DEVIL
PHILIPPINEN 2018

Preisträger*in
Filmbild*in

Jurybegründung

Alle drei Mitglieder der Jury haben einstimmig beschlossen, den Bildrausch-Preis auf zwei Filme aufzuteilen, die beide auf grossartige Weise das Kino und seine Möglichkeiten – und dadurch das Leben als solches – verteidigen und voranbringen. Obwohl sie ästhetisch ziemlich weit voneinander entfernt liegen, ist jeder von ihnen ein einzigartiges Werk filmischen Genies. Beide Filme stellen sich der Geschichte ihrer Länder, die ihre eigenen Bevölkerungen im Stich gelassen und verachtet haben. Es handelt sich um die jüngsten Filme im erstaunlichen Oeuvre zweier unermüdlicher Meister. Uns gefällt die Vorstellung, wie diese beiden Filmemacher, die jeweils am anderen Ende der Welt arbeiten, ihre gemeinsamen Bildrausch-Ringe tragen. Unsere Jury verleiht den Bildrausch-Preis an Lucrecia Martels Zama und Lav Diaz’ Season of the Devil.

Ehrenpreis für

visionäres Filmschaffen 2018

Paul Schrader

Preisträger*in

Jurybegründung

Bildrausch verleiht 2019 erstmals den Ehrenpreis für visionäres Filmschaffen. Paul Schraders Verdienste als Regisseur, Drehbuchautor und Kritiker sind wegweisend, sein unbedingter Einsatz als Verfechter und Herausforderer einer avancierten Filmkultur beispiellos. Nicht nur als einer der Vordenker des New Hollywood, sondern auch in den Jahren danach hat Schrader die amerikanische Kinolandschaft abwechselnd erschüttert und erneuert. Der erste Bildrausch-Ehrenpreis für visionäres Filmschaffen geht an Paul Schrader als Zeichen der Hochachtung, des Respekts und der Dankbarkeit des Festivals für seine immerwährende Herausforderung des Kinos.

 

Laudatio von Dominik Graf

Bildrausch-Ring

der Filmkunst 2017

Teresa Villaverde

COLO
Portugal, Frankreich 2015

Preisträger*in
Filmbild*in

Jurybegründung

Der Film, den wir mit dem Preis des Internationalen Wettbewerbes des Bildrausch Filmfestival Basel 2017 auszeichnen, beweist ein tiefgehendes Verständnis für die Menschen. Er bildet die Zufälligkeiten des Lebens, der menschlichen Realitäten und der Unvorhersehbarkeit der Existenz ab. Die Filmemacherin verwebt kenntnisreich das Leben der Charaktere, den Verlauf ihrer Geschichten und die Zerbrechlichkeit ihrer Situation. Für den Zuseher wird es zu einer schweren Aufgabe, all ihre Kämpfe mitanzusehen. Die Komposition von Bild und Licht kontextualisiert diese Erfahrung und stellt die große Weisheit der Filmemacherin unter Beweis. Daher verleihen wir, die Jury dieses sehr beeindruckenden Wettbewerbes den Bildrausch Ring der Filmkunst 2017 einstimmig an Colo von Teresa Villaverde.

Bildrausch-Ring

der Filmkunst 2016

Apichatpong Weerasethakul

CEMETERY OF SPLENDOUR
Th, UK, F, D, Mal, SK, Mex, USA, Nor 2015

Preisträger*in
Filmbild*in

 

ex aequo mit

Ruth Beckermann
THE DREAMED ONES
Österreich 2016

Preisträger*in
Filmbild*in

Jurybegründung

Die Vorstellung von Soldaten unterschiedlichster Herkunft, die bis zu ihrem Tod schlafen – diese Grundidee beschreibt die kreative, poetische und politische Ambition, die dieser Film erfüllt. Cemetery of Splendour steht für die ganz eigene Art, Realität und Fantasie sowie individuelle Träume und kollektive Albträume zu vermischen. Für seine bewegende Fähigkeit, mit tragischer Anmut von tiefer und lyrischer Intimität zu sozialer Lähmung zu wechseln. Für seine unnachahmliche Vermengung von Vergangenheit und Gegenwart, von mythischen Erzählungen und alltäglichen Anekdoten. Dafür, dass es ihm gelingt, im selben Werk politische und ästhetische Rebellion zu verbinden, was ziemlich ungewöhnlich ist. Für seinen Ehrgeiz. Für die Kohärenz mit den früheren Werken des Regisseurs. Für sein feines Gespür für den Kampf von persönlichen Erinnerungen gegen die erdrückende Präsenz struktureller Gewalt, gegen systematische Gehirnwäsche und gegen nationalen, hypnotischen Patriotismus. Für seine Schönheit, für die überwältigende und vibrierende Leistung in Tondesign und Kameraarbeit. Dafür, dass der Regisseur stets auf unbestechliche Weise sich selbst und seiner Ästhetik treu bleibt. Und schliesslich für die wachrüttelnde Kraft mit der er das Unfassbare heraufbeschwört, was nur grosser Kunst gelingt.

 

Eins und eins wird in wertvollen Filmen zu drei. Eine Stimme, ein Gesicht, ein Text ergeben diese dritte Dimension einer Beziehung, die sich in unmöglichen Behauptungen und Zweifeln entwickelt. Eine Frau und einen Mann, zwei dichterische Werke, die die Regisseurin meisterlich inszeniert. Ein tiefgreifender Briefwechsel, der von einer gegenseitigen Wertschätzung getragen ist; eine Passion, die nie vollendet wird. Hier versucht der Film, das Mysterium und das Magische dieser Liebe anhand der über 20 Jahre dauernden Korrespondenz zu durchleuchten. Das feinfühlige Rezitieren der Briefe und das Spektakel der Gesichter, die die Landschaften dieser Sehnsucht skizzieren. Die zwei Protagonisten repräsentieren zwei Ebenen des Films, als Vortragende der Liebesbriefe und als Schauspieler, die zwischen den Aufnahmen das Gesprochene ins Heute zu übersetzen versuchen. Und diese Zwischenspiele geben auch dem Zuschauer Raum, um diese schmerzvolle Liebe zu träumen, wirken zu lassen. Die Geträumten ist mit grosszügiger Sinnlichkeit von Ruth Beckermann inszeniert, ohne dass eine pathetische Annäherung diese Vision trübt. Der Film ist die Geschichte eines sprachlichen Tanzes zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan in einem Nachkriegs-Europa, gezeichnet von NS-Ideologie und Holocaust, er ist aber ebenso eine cineastische Geste, welche diesen Liebenden auch im hier und jetzt Relevanz verleiht. Der Film besticht durch die Wahl der schlichten Mittel und macht ihn somit umso eindringlicher, er spricht uns zutiefst an. Die Poesie des Unsäglichen und Unsagbaren, des Mysteriums ist auch diejenige der Filmkunst, wie sie Ruth Beckermann mit uns teilt.

Bildrausch-Ring

der Filmkunst 2015

Guy Maddin
THE FORBIDDEN ROOM
Kanada 2015

Preisträger*in
Filmbild*in

 

ex aequo mit

Shinya Tsukamoto
FIRES ON THE PLAIN (NOBI)
Japan 2014

Preisträger*in
Filmbild*in

Jurybegründung

Wir, die Jury, möchten den Organisatoren von Bildrausch – Filmfest Basel unsere Wertschätzung aussprechen für ihr entschlossenes Augenmerk auf radikales Filmschaffen. Wir haben uns entschieden, den Preis an zwei Filme zu vergeben, die in unseren Augen diese intensive und kompromisslose Haltung verkörpern. Beide Filme nehmen uns mit auf eine Reise zu den verborgenen Seiten der menschlichen Existenz. Der eine tut dies durch unmittelbare Körperlichkeit und Gewalt, während der andere das Unterbewusstsein und Begehren erkundet. Beide Filme wurzeln in einem schon lange anhaltenden filmischen Diskurs, den sie auf einzigartige, anarchische und luzide Weise neu erfinden und formulieren.


Es ist uns eine grosse Freude Fires on the Plain (Nobi) von Shinya Tsukamoto und The Forbidden Room von Guy Maddin auszuzeichnen.

Bildrausch-Ring

der Filmkunst 2014

Alejandro Jodorowsky

LA DANZA DE LA REALIDAD
Chile, Frankreich 2013

Preisträger*in
Filmbild*in

Jurybegründung

Der Bildrausch 2014 Preis geht an La Danza de la Realidad (engl. The Dance of Reality) von Alejandro Jodorowsky für das Verschieben der Grenzen des Kinos und dafür, auf tief bewegende und komplexe Weise sein eigenes Universum zu schaffen. Alejandro Jodorowsky beleuchtet auf meisterhafte Art, was es heisst, ein Mensch zu sein.

Bildrausch-Ring

der Filmkunst 2013

Emir Baigazin

HARMONY LESSIONS
Kasachstan, Deutschland 2013

Preisträger*in
Filmbild*in

 

ex aequo mit

Nanouk Leopold

IT'S ALL SO QUIET
Niederlande, Deutschland 2013

Preisträger*in
Filmbild*in

Jurybegründung

Mit seinem ausgeprägten Sinn für die filmische Sprache und seiner Entschiedenheit und Klarheit im Stil, sowie durch die überzeugende Darstellungskraft und Präsenz der Darsteller führt uns Emir Baigazins Film Harmony Lessons im Angesicht archaischer Konflikte im Kampf ums Überleben, jenseits eindimensionalen Moralisierens, mutig in das dunkle Herz des Menschen.

 

Courageous, minimalistic, beyond storytelling, plot and dialogue, Nanouk Leopold takes us back forward to the essence of film art. With an amazing awareness for the emotional power of details, she successfully expresses the universal human phenomena of fear, lonelyness, death and desire for love.

Bildrausch-Ring

der Filmkunst 2011

Brent Green

GRAVITY WAS EVERYWHRE BACK THEN
USA 2011

Preisträger*in
Filmbild*in

Jurybegründung

«Mehr als hundert Jahre nach seinem Entstehen kämpft das Kino noch immer um seine Anerkennung als Kunstform», steht im Einführungstext des kleinen Katalogs zur ersten Ausgabe von Bildrausch. Bildrausch sei deshalb als Fest konzipiert, das den gezeigten Filmen einen festlichen Rahmen bieten möchte, der dem Publikum signalisiert, dass es sich – wie bei einem Museums- oder Theaterbesuch – auf etwas Besonderes, Einmaliges einstellen darf ...

 

In der Tat – nachdem ich mir alle 15 Filme des internationalen Wettbewerbs angeschaut hatte, fühlte mich nicht nur persönlich, sondern auch in meiner Arbeit als Filmemacher bereichert und ermutigt zu neuen Versuchen.

 

Unbesehen von der Tatsache, dass sich das Multiplex-Konzept heutiger Kinokultur immer weiter entfernt vom oben geschilderten Kunst-Anspruch, durfte ich bei diesem Querschnitt durch das aktuelle internationale Filmschaffen eine ungebrochene Lust an originellen filmischen Erzählformen und eine grossartige Vielfalt an formal überzeugenden und inhaltlich relevanten Ausdrucksmitteln feststellen.

 

Obwohl ich bei einer Auswahl von 15 Filmen mindestens 6 Filme gesehen habe, die mich beeindruckt haben (eine überdurchschnittliche Festivalausbeute!), ist mir die Wahl des Favoriten nicht schwergefallen, und da ich das einzige «Mitglied» dieser Jury bin, hat dieser Film nun auch den Wettbewerb gewonnen: Gravity Was Everywhere Back Then von Brent Green.

 

Green’s Film hat mir in den ersten Minuten erst einmal einiges abgefordert an Bereitschaft, auf seine äusserst eigenwillige, seltsam flackernde und stotternde Sprache einzusteigen – um mich danach umso nachhaltiger in seinen Bann zu ziehen und schlussendlich mit einer Geschichte von seltener Eindringlichkeit zu beschenken. Was am Anfang als leicht gewöhnungsbedürftige, etwas manierierte Kunst-Attitüde erscheint, erweist sich schon bald einmal als absolut zwingende, perfekt die Welt der Protagonisten wiedergebende Ausdrucksform, nicht nur im virtuosen Umgang mit fast allen Möglichkeiten heutiger Filmtechnik, sondern vor allem im tiefen, spürbar persönlichen Nachvollziehen des geschilderten Schicksals. Gravity Was Everywhere Back Then ist die organische Verbindung von Kunst und Erzählkino – und damit auch die perfekte Einlösung des Bildrausch-Versprechens ...

 

Trotz  leidenschaftlicher Empathie und einer faszinierenden, gleichsam fluktuierenden Identifizierung mit dem Schicksal seines ehemaligen Nachbars Leonardt Wood erzählt Brent Green die tragische Liebesgeschichte zwischen Leonardt und Mary ohne jede Larmoyanz. Leonardt ist ein Bastler und Tüftler, ein Instrumenten- und Häuserbauer, und Mary hat sich auf Vogelhäuschen und den Handel mit Vogeleiern spezialisiert. Ihre erste Begegnung findet in Form eines Auto-Unfalls statt, als physisches Zusammenprallen – ein starkes Bild für die Schicksalshaftigkeit und Heftigkeit ihrer Gefühle, aber auch ihrer linkischen Art, aufeinander zuzugehen. Nach und nach werden wir eingeführt in den zauberhaften Kosmos dieser zwei Verlorenen – in eine Geschichte voller Zärtlichkeit und abgründiger Traurigkeit, wunderschön erzählt. Auch eine wahre Geschichte, die mich zuweilen an Armand Schulthess aus dem Film von Hans-Ulrich Schlumpf erinnert hat, vor allem aber an Becketts Theaterstücke mit ihren clownesken Gestalten, in einer gottlosen Welt sich selbst ausgeliefert,  und mit grotesken Ritualen und sinnlosem Aktivismus gegen das Nichts ankämpfend.

 

Ich gratuliere Brent Green und seinen MitarbeiterInnen zu diesem Werk, zu ihren Bildfindungen voller Intimität und Poesie, zum feinen Sprechtext, dem stimmigen, selbst komponierten und selbst gespielten Soundtrack ... Vor allem aber gratuliere und danke ich ihm für sein in dieser Art noch nie gesehenes, wunderbar unsentimentales und dadurch umso berührenderes Manifest für die Liebe!

 

Zum Schluss möchte ich meine Carte Blanche hier auch noch nutzen, um eine sogenannte «lobende Erwähnung» anzufügen: Diese geht heuer an das Stadtkino Basel respektive dessen Direktorin Nicole Reinhard und Beat Schneider vom Xenix Zürich, die sich in der übersättigten Festival-Landschaft Schweiz mit ihrem Bildrausch-Festival weit auf die Äste hinausgewagt haben. Ich gratuliere ihnen zu diesem exquisiten kleinen Festival, dem ich für die Zukunft eine entsprechende Aufmerksamkeit, ein grosses Echo und viel Erfolg wünsche. Zudem möchte ich mich an dieser Stelle bei ihnen bedanken für ihr langjähriges Engagement für eine lebendige, offene und mutige Filmkultur in diesem Land!

 

Peter Liechti