Jury des Internationalen Wettbewerbs – Cutting Edge

Yannis Economides

 

(*1967 in Limassol, Zypern) studierte Regie in Athen und realisierte nach einigen Kurz- und Dokumentarfilmen mit Matchbox (2002) seinen ersten vielbeachteten Spielfilm. Drei Jahre später feierte sein zweiter Spielfilm Soul Kicking (2006) seine Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfestival in Cannes. Sein bislang erfolgreichster Film Knifer (2010) wurde bei den Hellenic Film Academy Awards mit sieben Preisen bedacht und mit dem Greek Association of Film Critics Award zum Besten Griechischen Film des Jahres 2010 gekürt.

 

Yannis Economides zählt zu den herausragenden Protagonisten des Jungen Griechischen Kinos. Sein Erstling Matchbox galt Filmemachern wie Athina Rachel Tsangari oder Giorgos Lanthimos als «Startschuss» zum aufregenden neuen hellenischen Filmschaffen. Mit Knifer war er schon bei der ersten Ausgabe von Bildrausch – Filmfest Basel zu Gast.

Ute Holl

 

studierte in Freiburg/Br. und Rom, war Verlagslektorin, Filmemacherin, Redakteurin beim NDR und im Kollektiv des Hamburger Kinos «Lichtmesz». Sie promovierte 2001 über den Experimentalfilm und dessen Genealogie in der Laborkultur der Psychophysik im 19. Jahrhundert an der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Arbeit erschien unter dem Titel «Kino, Trance und Kybernetik» 2002 bei Brinkmann und Bose.

 

Ute Holl habilitierte sich zum Thema «Topologie des Kinos» lehrte an verschiedenen Universitäten in Weimar, Köln und Berlin, und ist seit August 2009 Ordinaria am Seminar für Medienwissenschaft der Universität Basel. Forschungsschwerpunkte sind die Wahrnehmungsgeschichte und Wissensgeschichten audiovisueller Medien, Experimentalfilm, anthropologisches Kino und Elektroakustik.

Ramon Zürcher

 

(*1982 in Aarberg, Schweiz) absolvierte ein Kunststudium an der Hochschule der Künste Bern mit Schwerpunkt Video und wurde 2005 für seine Videoarbeiten mit dem Kiefer Hablitzel Preis für bildende Kunst ausgezeichnet. Seit 2006 studiert er Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.

 

Nach ersten Kurz- und mittellangen Spielfilmen feierte sein erster Langspielfilm Das merkwürdige Kätzchen im Internationalen Forum des Jungen Films der Berlinale 2013 seine Weltpremiere. Hier wurde er schon nach dem ersten Pressescreening als Geheimtipp gehandelt und tourt seither von Festival zu Festival. Beim CPH:PIX in Kopenhagen erhielt Ramon Zürcher für sein Langspielfilmdebut jüngst den New Talent Grand PIX.

Fred Kelemen

 

 

(*1964 in Berlin) studierte Malerei, Musik, Philosophie, Religions- und Theaterwissenschaft und arbeitete als Regieassistent an verschiedenen Theatern bevor er ein Regie- und Kamerastudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin aufnahm.
Für seinen Diplomfilm Verhängnis erhielt er 1995 den Deutschen Filmpreis. Auch für seine späteren Regiearbeiten wie Abendland und Krisana ist er international mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Kelemen arbeitet zudem als Kameramann von Spiel- und Dokumentarfilmen mit Regisseuren wie Béla Tarr, Joseph Pitchhadze und Rudolf Thome zusammen.


 

Seit 1995 ist er auch als Dozent tätig, hält Vorlesungen und leitet Meisterklassen an verschiedenen internationalen Filmhochschulen. Retrospektiven seiner Filme wurden in renommierten Häusern wie der Tate Modern Gallery London und dem Anthology Film Archives New York präsentiert. Fred Kelemen ist Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie und des Europäischen Kulturparlaments.