In Vitrival, einem kleinen Dorf in ländlicher Idylle, nimmt das Leben plötzlich eine ernste Wendung. Eine unbekannte Person beschmiert öffentliche Wände mit obszönen Graffiti, dann häufen sich mehrere unerklärliche Selbstmorde. Die beiden Dorfpolizisten, die bisher vor allem den Verkehr kontrollierten und Radio hörten, müssen ermitteln. Überfordert, aber mit liebenswertem Charme. Ein lakonisch-heiterer Blick auf ein belgisches Dorf mit seinen reizend schrulligen Bewohner*innen, ihren dörflichen Routinen und gewohnheitsmässigen Absurditäten.
DIRECTOR
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Noëlle Bastin und Baptiste Bogaert
Das belgische Filmemacherpaar interessiert sich für zwischenmenschliche Mechanismen, gruppendynamische Prozesse und Situationen, die sie auf die Probe stellen. Aus gruppendynamischer Sicht sind Vierergruppen besonders interessant. So sehen wir in FOSSE COMMUNE (2025) vier Firmengründer, die mit Hilfe von AI eine Story suchen, in TOUT PÉTER (2021) vier politisch engagierte Frauen und in ON SOURIRA DE NOUS (2022) vier antikapitalistische Aktivisten, die sich vornehmen, ein Einkaufszentrum in die Luft zu sprengen. Ihre Ausweglosigkeit macht die Familienbeziehungen besonders. So sehen wir in TRAQUER (2020) einen Cousin und eine Cousine, die die Belastbarkeit ihrer Beziehung ausloten. Und auch die beiden Polizisten in VITRIVAL (2025) sind Cousins.
Baptiste Bogaert studierte Drehbuch und Fotografie, bevor er als Projektmanager in einer Regierungsbehörde arbeitete, was ihn zu seinem Debütfilm SALUT TRAVAIL (2019) inspirierte. Noëlle Bastin studiert Französisch und Romanistik und unterrichtet anschliessend einige Jahre Französisch. Parallel dazu dreht sie ihren ersten Spielfilm LA COUR (2017). Noëlle Bastin wuchs in Vitrival auf.