Das Edifício Copan ist ein gigantischer Wohnblock mit 32 Stockwerken und 120’000 Quadratmetern Wohnfläche im Zentrum von São Paulo. Ein pulsierender Organismus, der von 5’000 Menschen bewohnt wird. Eine von ihnen ist die Regisseurin und Kamerafrau Carine Wallauer. Sie zeigt uns das Leben der Bewohner*innen und die Arbeit der zahllosen Angestellten. Drinnen wehrt sich der langjährige Verwalter gegen die Wahl seiner Nachfolgerin, draussen tobt der Präsidentschaftswahlkampf zwischen Lula da Silva und Jair Bolsonaro.
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Vorfilm: HABITAT von Marcel Barelli (Schweiz, 2016, 2 Min.)
Eine Schnecke – selbst Hausbesitzerin – erkundet für uns verschiedene Wohnformen. Ohne Worte, aber mit pointierten Soundeffekten entfaltet sich eine Abfolge von kleinen Tableaus. Mal skurril, mal anrührend aber immer humorvoll. Ein animierter Essay über die Suche nach dem richtigen Zuhause.
DIRECTOR
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Carine Wallauer
Ihrer Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit dem Bild. Vielleicht ein Ringen darum, was ein Bild ist, jenseits einer Illustration und die Suche nach dem Bild als Träger, Vermittler und Speicher von Geschichten. Carine Wallauer ist Fotografin, oder eher eine Künstlerin, die mit dem Medium der Fotografie arbeitet. Zur Fotographie kommt sie nach dem Studium des Journalismus. Carine Wallauer ist aber auch und vielleicht gerade deshalb eine sehr gefragte Kamerafrau. Zwischen 2016 und 2024 hat sie in insgesamt vierzehn Dokumentar- und Spielfilmen unterschiedlicher Länge die Kamera geführt. COPAN (2025) ist ihr erster Film, bei dem sie auch Regie geführt hat. Carine Wallauer lebt in Sao Paolo.