ARCHIPEL

  • Kanada
  • 2021

Das Hochelaga-Archipel in der Mündung des Sankt-Lorenz-Strom ist das Herz Québecs. Über seine 234 Inseln verteilt breitet sich die Geschichte des französischsprachigen Kanadas aus, alldieweil seine reissenden Wasser, will man Félix Dufour-Laperrière glauben, ungeahnte, noch zu träumende Morgen in sich tragen.

In Archipel diskutieren eine Frau und ein Mann über Québec wie über einen Mythos, ganz assoziativ, einer Logik des Sehnens, der Anrufung folgend. Wie ein Strom ist dieses Gespräch, in dessen Verlauf Vergangenheit und Zukunft sich ineinander verstricken, verlieren, verwandelt wiederfinden. Das Dialogische wie Dialektische ist hier Prinzip: Ganz zu Anfang werden etwa zwei Autoren einander gegenübergestellt, welche für die zwei Seiten, Gesichter der Unabhängigkeit Québecs, stehen. Auf die Gestaltung des Films übertragen bedeutet das: So wie dokumentarische Bilder übermalt werden, schälen sich animierte Gestalten und Gesichter aus historischen Materialien heraus; wie flüchtig hingeworfene Porträts oder Landkarten. Kräftige Farbflächen und die Vielfalt an Animationstechniken fügen Ebene um Ebene hinzu. So wird Archipel zu einer ausserordentlichen Mischung aus Filmgedicht und polithistorischem Essay von berauschendeinzigartiger Schönheit.

JE VEUX VOIR

Joana Hadjithomas, Khalil Joreige Frankreich, Libanon 2008

JE VEUX VOIR

WÄNDE

Lucy Betulius Schweiz 2021

WÄNDE

HERE

Bas Devos Belgien 2023

HERE

SEVEN WINTERS IN TEHRAN

Steffi Niederzoll Deutschland, Frankreich 2023

SEVEN WINTERS IN TEHRAN

IRON BUTTERFLIES

Roman Liubyi Deutschland, Ukraine 2023

IRON BUTTERFLIES

MITSUKI | SEKAI

Marina Tsukada Japan 2023

MITSUKI | SEKAI

ARU SENDO NO HANASHI

Joe Odagiri Japan 2019

ARU SENDO NO HANASHI

LA MAFIA NON È PIÙ QUELLA DI UNA VOLTA

Franco Maresco Italien 2019

LA MAFIA NON È PIÙ QUELLA DI UNA VOLTA