• Johann Lurf

Space, the final frontier. Die unendlichen Weiten des Weltraums, seit Urzeiten ziehen sie den Blick des Menschen an. Er denkt sich den Mond als Frau, oder einen Mann hinein. Der eine glaubt, dass ein Stern die Krippe des Erlösers anzeigte, die andere, dass dort draussen in einer Fruchtblase ein riesiges Star Child schwebt. Manche sehen in Konstellationen das Wirken kosmischer Kräfte, manche erwarten grüne Männchen vom roten Planeten. Raumschiffe rollen zu Walzerklängen durch diesen allumfassenden Sehnsuchtsort, an dem dich keiner schreien hört; daher schreit das All umso lauter von seiner Ewigkeit und unserer Endlichkeit und von dem Nichts dazwischen.

Das sind nur einige wenige der Assoziationsräume, die der 1982 in Wien geborene und an der Akademie der bildenden Künste ausgebildete Experimentalfilmer Johann Lurf in seinem Found-Footage-Film aufreisst. Indem er Blicke montiert, die der Mensch im Kino in den Sternenhimmel geworfen hat, von der Kulissen-Stummfilmzeit bis in die Special-Effects-Gegenwart. Mal geht es mit krach-blitzender Lichtgeschwindigkeit voran, mal sanft und schwerelos schwebend, auf dieser virtuosen, erhellenden, lustigen Reise durchs Imaginäre, die das Licht der Welt und das Licht der Leinwand zur Deckung bringt.

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