LIGHT SLEEPER

  • Paul Schrader

John LeTour ist 40 und kommt nicht vom Fleck: Zwar hat er sich vor ein paar Jahren erfolgreich von der eigenen Sucht befreit, streift jedoch noch immer im Auftrag der enigmatischen Drogen-Dame Ann als Dealer für die Reichen durchs nächtliche Manhattan und sehnt sich heimlich nach einem Neuanfang. Sämtliche Versuche, sich mit seiner alten Liebe Marianne zu versöhnen, scheitern an ihrer resoluten Abwehr, und dann warnt ihn die Wahrsagerin, die seiner Orientierungslosigkeit eine neue Richtung geben soll, auch noch vor dem Verrat einer ihm nahestehenden Frau. Brenzlig wird es schliesslich, als einer seiner besten Kunden ihn wieder einmal zu sich ins Penthouse ruft und John dort ausgerechnet auf Marianne trifft.

Paul Schrader selbst hat von Light Sleeper als dem finalen Teil seines Film-Triptychons über Aussenseiter und Einsiedler gesprochen, zu dem bis dahin auch Taxi Driver und American Gigolo gehörten. Zudem sollte es der Beginn seiner äusserst fruchtbaren Zusammenarbeit mit Willem Dafoe werden. Vor allem aber stellt der melancholisch-beklemmende Psychothriller einen weiteren Höhepunkt im Schaffen des Regisseurs dar, der hier nicht nur eines seiner elegantesten Drehbücher vorlegt, sondern erneut als grosses Farb- und Kompositionsgenie hervorgeht.

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