BLUE COLLAR

  • Paul Schrader

Paul Schraders Regiedebüt ist eine wilde Sache: Im Detroit der siebziger Jahre schlagen sich die Kollegen Zeke, Jerry und Smokey mehr schlecht als recht als Automechaniker durchs Leben. Unter der Aufsicht eines fiesen Vorarbeiters schuften sie bei mieser Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen am Fliessband und fühlen sich auch sonst von ihrer Gewerkschaft im Stich gelassen. Durch unmittelbare Geldnot zum Äussersten getrieben, beschliessen sie kurzum, sich nachts in die fabrikeigenen Geschäftsräume einzuschleichen, um den dort befindlichen Tresor zu knacken. Zu ihrer Überraschung erbeuten sie zwar nicht das erträumte Geld, kommen aber unverhofft einem üblen Korruptionsskandal auf die Schliche. Doch der erweist sich schon bald als einige Nummern zu gross für sie. Herausragend besetzt mit Richard Pryor, Harvey Keitel und Yaphet Kotto, unterscheidet sich Blue Collar vor allem durch seine auf Realismus abzielende Genauigkeit von den üblichen Werken des New Hollywood. Dennoch ist Schrader auch hier keineswegs auf Sachlichkeit bedacht. Vielmehr nutzt er die Nähe zu seinen Figuren, um mit einer explosiven Mischung aus Genre-Elementen, physischer Direktheit und pointierten Dialogen ein erstes frühes Meisterwerk an den Tag zu legen.

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