THE PASSING

  • Bill Viola

Bill Violas Bestreben, Träume, Erfahrungen und das Unbewusste in ästhetische Bild- und Klangwelten zu übersetzen, zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk. Die assoziativen Erzählstränge, denen existenzielle Fragen zugrunde liegen, entfalten sich rund um die Gegensatzpaare Geburt und Tod, Realität und Virtualität. Für seine Arbeit schöpft Viola sowohl aus dem Christentum wie auch dem Zen-Buddhismus, den er selbst während eines Aufenthalts in Japan praktiziert. Seine tiefe Spiritualität verwebt Viola mit autobiografischen Elementen, wie etwa der eigenen Nahtoderfahrung durch Ertrinken, zu vielschichtigen Werken.

In The Passing (1991) kontrastiert und verwebt Viola Bilder von Tod und Geburt mit Traumsequenzen und Erinnerungen. Die ruhigen Atemzüge eines schlafenden Mannes, Viola selbst, und die schweren seiner sterbenden Mutter rhythmisieren die Sequenzen. Viola zeigt das Leben als Übergang von Geburt zum Tod, als eine Fortsetzung der Generationen.

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