SAM KLEMKE’S TIME MACHINE

  • Matthew Bate

Zu seinem 12. Geburtstag schenkten seine Eltern ihm eine Filmkamera, und Sam Klemke begann sein Leben filmisch zu begleiten. Immer in der Hoffnung, die Zukunft hielte Grosses für ihn bereit und seine Existenz würde eine bedeutsame. Was sich sodann im Verlauf der kommenden Jahrzehnte vollzog, war das alltägliche Scheitern. Unverdrossen und uneitel dokumentiert von einem Mann, der mit seinem Übergewicht kämpft, berufliche Enttäuschungen und persönliche Krisen zu bestehen hat – und der sich doch immer wieder aufs Neue mit dem Umstand arrangiert, dass Plan und Fakt nur äusserst selten in eins fallen.

Klemkes überbordendes Lebensarchiv ist die ideale Materialsammlung für den aus Nordengland stammenden, in Australien beheimateten Dokumentarfilmemacher Matthew Bate, der in seinen Werken «for meaning in the white noise of pop-culture» sucht. Bates Frequenzfilter besteht in der Kontextualisierung, in einem äusserst geschickten, ordnenden Kunstgriff, der zwischen diesem einzelnen humanen Chaos und nichts Geringerem als der Positionsbestimmung des Planeten im Universum eine Verbindung herstellt. Sam Klemke’s Time Machine (2015) geht eine geradezu zwingende Verbindung mit dem Voyager-Programm der NASA ein und macht sich auf eine Reise, die Sinn stiftet, Trost spendet und beglückt.

RELATED MOVIES

THE PLAINS

David Easteal Australien 2022

Award Icon
THE PLAINS

EJHDEHA VARED MISHAVAD!

Mani Haghighi Iran 2016

EJHDEHA VARED MISHAVAD!

CONCRETE FLOWER

Elvis Germano Schweiz 2021

CONCRETE FLOWER

MA'AL AL-FIDDA

Ossama Mohammed Wiam Bedirxan Frankreich, Syrien, USA, Libanon 2014

MA'AL AL-FIDDA

EMBARGO

Österreich 2014

EMBARGO

COLO

Teresa Villaverde Portugal, Frankreich 2017

Award Icon
COLO

PARCE QUE J’ÉTAIS PEINTRE

Christophe Cognet Frankreich 2013

PARCE QUE J’ÉTAIS PEINTRE

SACRO GRA

Gianfranco Rosi Italien, Frankreich 2013

SACRO GRA