The Flicker meets Owl Movie

 

 

Psychedelischer Trip für Nachteulen: In den Sechzigerjahren leistete Tony Conrad mit The Flicker (1965) einen wichtigen Beitrag zur US-amerikanischen Avantgarde. Jack Smith, für dessen Filme Scotch Tape (1961) und Flaming Creatures (1963) Conrad für den Ton verantwortlich zeichnete, begeisterte ihn für Film. Das rhythmische Pulsieren schwarzer und durchsichtiger Kader in The Flicker löst stroboskopische Lichtblitze aus, welche auf die Netzhaut des Zuschauers einwirken und diesen allmählich (imaginierte) Farben und Formen sehen lassen. Conrad wollte ekstatische Erfahrung schaffen und erhoffte sich bewusstseinserweiternde Effekte. Auch der New Yorker Multi-Media-Künstler Lary7, für den Conrad eine wichtige Inspirationsquelle ist, beschäftigt sich mit Wahrnehmungsprozessen und Trance-Zuständen. In seinem neuesten Werk Owl Movie (2017) geht er vom Stillleben einer ausgestopften Eule aus, dass er mit zwei 16mm-Projektoren in unterschiedlichen Geschwindigkeiten übereinander projizierte und nochmals abfilmte. Dank der Überlagerung der beiden Bilder, der Inszenierung der Eule mit pulsierendem Licht und Farbe beginnt der Film zu atmen. Traumartiges Erlebnis garantiert!

 

The Flicker

USA 1966

30 min. s/w. 16mm.

Regie: Tony Conrad

Owl Movie
USA 2017

35 min. Farbe. 16mm.
Regie/Buch/Kamera: Lary7
Musik: Lary7

 

 

USA 1966, 2017
65 Min. sw, Farbe. 16mm. Ohne Dialog

Regie: Tony Conrad, Lary7


 

Tony Conrad
Bildrausch 2017