Road to nowhere

 

 

Bereits im Vorspann blättert Monte Hellman seinen Film auf: Er zeigt einen Mann und eine Frau, die sich auf einem Laptop eine Sequenz aus einem Film anschauen. Und er eröffnet mit der Frau im Film, die sich ihre Fingernägel lackiert, gleich eine zusätzliche Erzählebene. Der Mann ist Regisseur und will einen Thriller drehen, der auf einem realen Kriminalfall basiert. Als für die Rolle der Femme fatale eine Darstellerin gecastet wird, die in die echten Vorgänge verwickelt war, beginnen sich die verschiedenen Ebenen miteinander zu vermengen. Die Art der Verschachtelung mag an David Lynch erinnern, geht aber weit über die reine Filmerzählung hinaus. Monte Hellman verwickelt die Zuschauer unmittelbar in seine spielerische Reflektion über die Liebe zum Kino, die Liebe zum Filmemachen und die Liebe als solche. Geboren wurde Monte Hellman 1932 in New York. Ende der 1950er-Jahre begann er für Roger Corman zu arbeiten. Seine erste Regie führte er im Monstermovie Beast from Haunted Cave (1959). Zu Hellmans wichtigsten Werken zählen die beiden Western Ride in the Whirlwind (1966), The Shooting (1966), Two-Lane Blacktop (1971) und Cockfighter (1974). Er arbeitete zudem als Cutter für verschiedene Regisseure, produzierte Quentin Tarantinos Erstling und drehte 2010 nach einer schöpferischen Pause Road to Nowhere.

 

 

USA 2010
121 Min. Farbe. HDCAM. E/d

Regie: Monte Hellmann

Buch: Steven Gaydos

Kamera: Josep M. Civit

Schnitt: Celine Ameslon

Musik: Tom Russell

Mit: Shannyn Sossamon, Dominique Swain, Tygh Runyan, Cliff de Young, Waylon Payne


 

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