Brownian Movement

 

 

Eigentlich ist alles perfekt: Charlotte ist eine erfolgreiche Medizinerin in einem Spital in Brüssel und Mutter eines Sohnes. Sie ist mit Max verheiratet, einem verständnisvollen Mann und Architekten. Doch Charlotte mietet sich eine zweite eigene Wohnung und beginnt ein Doppelleben. In dieses verbotene Reich lädt sie eine Vielzahl von Männern ein. Sie ertastet ihre unförmigen, behaarten und alten Körper und lebt mit ihnen geheime Wünsche aus. Als die beiden Leben zufällig in Kontakt miteinander geraten, verliert Charlotte den Boden unter den Füssen, und ihre Ehe gerät in eine Krise. In Indien versucht das Paar einen Neustart. Die niederländische Regisseurin Nanouk Leopold erzählt ihre Geschichte, die sie nach dem Physiker Robert Brown, dem Entdecker molekularer Zufallsbewegungen, benannt hat, als Triptychon in streng komponierten Bildern. Sie macht in den drei Teilen – das Experiment, die Krise und die Aussöhnung – eine unbedingte Sehnsucht nach körperlicher Selbstwahrnehmung sichtbar und reflektiert über das Verhältnis zum Anderen sowie über die Frage, was ein Paar auf Dauer zusammenhält. Nanouk Leopold, 1968 in Rotterdam geboren, studierte an der Niederländischen Film- und Fernsehakademie und an der Akademie für Visual Arts in Rotterdam. Sie realisierte u.a. die viel beachteten Spielfilme Guernsey (2005) und Wolfsbergen (2007).

 

 

Niederlande, Deutschland 2010
102 Min. Farbe. HD-CAM. E/F/e

Regie: Nanouk Leopold

Buch: Nanouk Leopold

Kamera: Frank van den Eeden

Schnitt: Katharina Wartena

Musik: Harry de Wit

Mit: Sandra Hüller, Dragan Bakema, Sabine Timoteo, Ryan Brodie, Frieda Pittoors


 

Internationaler Wettbewerb 2011 «Cutting Edge»
Bildrausch 2011