O Barão

 

 

Ein Schulinspektor reist in eine abgeschiedene Gegend, um einen Bericht über einen heidnischen Lehrer zu schreiben. Er wird vom arroganten Baron, der über die Ortschaft herrscht, aufs Schloss eingeladen. Während eines gespenstischen Mahls legt ihm der Baron seine Ansichten über Frauen, Pferde und Politik dar. Er weiss seinen unbescholtenen Gast einzuschüchtern und gleichzeitig für sich zu gewinnen. Bedient werden die beiden von Idalina, einer schönen mysteriösen Frau, von der sich der Inspektor angezogen fühlt ... Edgar Pêra nimmt sich laut Vorspann eines Stoffes an, der bereits während des Zweiten Weltkriegs verfilmt worden war, dessen Material das damalige repressive Regime jedoch zerstört hatte. Seine höchst stilisierte Verfilmung der kafkaesken Novelle «O Barão» (The Baron) von Branquinho da Fonseca mit Tanzchoreografien zu orchestralen Klängen lädt zum Eintauchen in eine imaginierte Welt. Und ist eine Hommage an den deutschen Expressionismus und an die Horror-Stummfilm-Ästhetik. Der portugiesische Filmemacher Edgar Pêra (geboren 1960) absolvierte die Filmschule des Conservatório Nacional mit Spezialgebiet Schnitt und Montage. Seit Anfang der 1990er-Jahre realisierte er diverse Experimental- und Dokumentarfilme. Zudem gibt er als Zeichner verschiedene Comic-Bücher heraus.

 

 

Portugal 2011
94 Min. sw/Farbe. HDCAM. OV/e

Regie: Edgar Pêra

Buch: Edgar Pêra, Luísa Costa Gomes, nach dem Roman von Branquinho da Fonseca

Kamera: Luís Branquinho

Schnitt: Edgar Pêra, Tiago Antunes, João Gomes

Musik: Vozes da Rádio

Mit: Nuno Melo, Marcos Barbosa, Leonor Keil, Marina Albuquerque, Vitor Correia, Miguel Sermão


 

Internationaler Wettbewerb 2011 «Cutting Edge»
Bildrausch 2011