Attenberg

 

 

«Attenberg» ist die merkwürdige Art, wie Marina den Namen Attenborough ausspricht – in Sir Davids Tierdokumentationen ist sie nämlich vernarrt, vielleicht, weil sie lieber ein Gorilla wäre. Doch sie ist nun mal ein Mensch, weshalb ihr wenig anderes übrig bleibt, als sich mit den grossen Geheimnissen des Daseins zu beschäftigen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Bella versucht sie, den absurd-faszinierenden Mysterien des Eros auf den Grund zu gehen. Ein Techtelmechtel mit einem Durchreisenden, dessen Talente im Tischfussball seinen Künsten im Bett gleichen, verheisst irgendwo Antworten. Währenddessen stirbt ihr Vater – Fragen stellen sich hier keine mehr ... Was für eine Mischung: Buñuel goes Demy in einem grau-faden Hafenkaff! So tapsen die Demoiselles denn auch des Öfteren eckzackig beschwingt durch so manche Szene. Und das ist nur eine Facette seines tonalen Reichtums: Attenberg besticht durch seine verschrobenen Harmonien, die Lust an überraschenden Volten, seine liebe Freude an den Darstellern, deren Gegenwart. Da pocht eine seltene Sehnsucht. Rachel Athina Tsangari absolvierte ein Literaturstudium in Thessaloniki und weiterführende Kunst- und Filmstudien in New York und Austin, Texas. Sie ist Mitbegründerin von Cinematexa. Ihr erster Langfilm war The Slow Business of Going, 2001.

 

 

Griechenland 2010
95 Min. Farbe. 35 mm. OV/e

Regie: Athina Rachel Tsangari

Buch: Athina Rachel Tsangari

Kamera: Thimios Bakatakis

Schnitt: Sandrine Cheyrol, Matt Johnson

Musik: Leandros Ntounis

Mit: Ariane Labed, Vangelis Mourikis, Evangelia Randou, Giorgos Lanthimos


 

Internationaler Wettbewerb 2011 «Cutting Edge»
Bildrausch 2011