Sam Klemke’s Time Machine
Sam Klemke’s Time Machine

 

 

Zu seinem 12. Geburtstag schenkten seine Eltern ihm eine Filmkamera, und Sam Klemke begann sein Leben filmisch zu begleiten. Immer in der Hoffnung, die Zukunft hielte Grosses für ihn bereit und seine Existenz würde eine bedeutsame. Was sich sodann im Verlauf der kommenden Jahrzehnte vollzog, war das alltägliche Scheitern. Unverdrossen und uneitel dokumentiert von einem Mann, der mit seinem Übergewicht kämpft, berufliche Enttäuschungen und persönliche Krisen zu bestehen hat – und der sich doch immer wieder aufs Neue mit dem Umstand arrangiert, dass Plan und Fakt nur äusserst selten in eins fallen. Klemkes überbordendes Lebensarchiv ist die ideale Materialsammlung für den aus Nordengland stammenden, in Australien beheimateten Dokumentarfilmemacher Matthew Bate, der in seinen Werken «for meaning in the white noise of pop-culture» sucht. Bates Frequenzfilter besteht in der Kontextualisierung, in einem äusserst geschickten, ordnenden Kunstgriff, der zwischen diesem einzelnen humanen Chaos und nichts Geringerem als der Positions-

bestimmung des Planeten im Universum eine Verbindung herstellt. Sam Klemke’s Time Machine (2015) geht eine geradezu zwingende Verbindung mit dem Voyager-Programm der NASA ein und macht sich auf eine Reise, die Sinn stiftet, Trost spendet und beglückt.

 

 

Australien 2015
94 Min. S/W, Farbe. DCP. E, F/e, d

Regie: Matthew Bate

Buch: Matthew Bate

Kamera: Sam Klemke, Matthew Bate

Schnitt: Bryan Mason

Musik: Raynor Pettge, Jonny Elk Walsh

Mit: Sam Klemke


 

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