Vegas: Based on a True Story

 

 

Ein Familienvater bekommt Besuch von einem ihm unbekannten Mann, der behauptet, dass auf diesem seinem Grundstück ein Schatz verborgen liege. Der Fremde ist ein Lügner, wie sich bald herausstellt, doch der Traum von einem verborgenen Vermögen gleich unter den eigenen Füssen ist stärker als alles, was die Welt so an Fakten zu bieten hat. Und so sucht er weiter, pflügt das Grundstück um, beginnt das Haus zu zerlegen, zerstört die Familie ... Vegas – Based on a True Story entstand aus der Wüste Nevadas heraus, der Nähe zu den Casinos, dem gerade an den Stadträndern zum Schneiden fetten Gefühl eines allumfassenden Scheiterns. Dort, wo die Verlierer und Verlorenen wohnen und die Wildnis an der Zivilisation nagt, nur da kann man eine Geschichte davon erzählen, warum Menschen glauben, sie könnten mit nichts anderem gewappnet als ihrem Willen aus einer Lüge eine Wahrheit machen. Mehr als jeder andere Film Naderis ist Vegas – Based on a True Story eine Ode an den Staub, hier den Sand, der um die Dinge wie Menschen wirbelt, an ihnen nagt, sich festzusetzen versteht in den Ritzen und Poren. Man weiss, dass der Sand noch durch die Welt ziehen wird, wenn es um uns schon lange nicht mehr geht. Und all das Streben und Sich-Abstrampeln der Menschen im Angesicht des Wüstenstaubs ist allein eitel und vielleicht deshalb so zermürbend schön. (om)

 

 

USA 2008
102 Min. Farbe. Digital. E

Director: Amir Naderi

Script: Susan Brennan, Bliss Esposito, Charlie Lake Keaton, Amir Naderi

Camera: Chris Edwards

Editor: Amir Naderi

Music: Jamie Canobbio, Brett Van Deusen

Cast: Mark Greenfield, Alexis Hart, Nancy La Scala, Zach Thomas, Walt Turner


 

Zwischen Abgrund und Hoffnung – Amir Naderis Kino der Exzesse
Bildrausch 2013