JAHR

 


Jury des Internationalen Wettbewerbs 2015

Die Jury vergibt den Bildrausch-Ring der Filmkunst in Verbindung mit einer Preissumme von CHF 3000 an den Schöpfer des besten Bildrausch-Films.

 

 

LUIS MIÑARRO


(1949* in Barcelona) verteidigt Kino als Kunst und visuelle Erfahrung. Der Produzent und Regisseur begann seine Lauf bahn in grossen internationalen Werbeagenturen. Gleichzeitig arbeitete Miñarro als Filmkritiker und war Mitbegründer mehrerer Filmclubs. 1995 rief er das Produktionshaus «Eddie Saeta» ins Leben, mit dem er seither 34 radikal eigenwillige Spielfilme produzierte und damit über 80 internationale Preise gewann. Für die Koproduktion des thailändischen Films Uncle Boonmee (2010) von Apichatpong Weerasethakul erhielt er in Cannes die Goldene Palme. Er hat mit Regiegrössen wie Manoel de Oliveira, Naomi Kawase, Lisandro Alonso, Albert Serra, José Luis Guerín oder Javier Rebollo zusammen-
gearbeitet. Der Katalane führte selbst bei zwei Dokumentarfilmen, Familystrip und Blow Horn (beide 2009), Regie. Mit Stella Cadente realisierte er 2014 seinen ersten Spielfilm; eine hoch stilisierte, schwelgerische, schmerzhafte und humorvolle Reflexion über Macht(losigkeit). Stella Cadente wurde an vielen Festivals gezeigt und lief 2014 auch im internationalen Wettbewerb von Bildrausch.
 

CAROLIN WEIDNER


(1989* in Bad Saarow) ist freie Autorin mit Schwerpunkt Film. Sie war in Berlin einige Jahre in den Fächern Filmwissenschaft und Publizistik- und Kommunikations-
wissenschaft eingeschrieben, hat ihre Zeit aber lieber mit dem Schreiben von Musik- und Filmkritiken verbracht. Unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die tageszeitung, Spex, Rolling Stone und kulturSPIEGEL. Das (erfolgreiche) Studienende kam dann einem Befreiungsschlag gleich, sodass sie sich nun vollständig auf den Film in all seinen Spiel- und Unarten konzentrieren kann. Das macht sie glücklich. Genauso wie die Tatsache, dass sie in Berlin genau dort wohnt, wo Marlene Dietrich 1901 das Licht der Welt erblickte. Jurytätigkeiten führten sie bisher von Südkorea, Moskau und Rotterdam bis nach Osnabrück und Oberhausen.
 

TOM SHKOLNIK


 (1980* in Israel) kam im Jahr 2002 nach London, um am Drama Centre der University of the Arts Film zu studieren. Während des Studiums realisierte er die beiden vielbeachteten Kurzfilme Headphones (2004) und A Picture of Me (2005). Der britische Fernsehsender Channel 4 lud ihn daraufhin ein, im Rahmen von «Coming Up», einem Sendegefäss für junge Talente, den Kurzfilm In the Dark (2006) zu drehen, gefolgt von One Happy Moment (2010) für die Digital Shorts Reihe auf BBC Films. Bis heute lebt und arbeitet Tom Shkolnik in London. Wahrhaftig fängt er das harsche Leben in der britischen Metropole in seinem erfrischenden Spielfilmerstling The Comedian (2012) ein. Hier schlägt sich das Alter-Ego Ed, ein Stand-up-Comedian mit einem Job in einem Call-Center durchs Leben bis sich ihm eine grosse Chance bietet … Die Kritik lobte die aberwitzige Reflektion auf urbanes Lebens und  Tom Shkolniks scharfen Blick.